Der rheumatische Formenkreis – Josef Hermann

Die entzündlichen Gelenks- und Wirbelsäulenerkrankungen, die Kollagenosen und Vaskulitiden müssen von den degenerativen- und weichteilrheumatischen Erkrankungen abgetrennt werden, da erstere nicht ausreichend behandelt zu erhöhter Invalidität und Mortalität führen. Aufgabe der Besprechung des Themas des rheumatischen Formenkreises ist es deshalb, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Schmerzkurses, die Abtrennung entzündlicher Gelenks- und Wirbelsäulenerkrankungen von den degenerativen und weichteilrheumatischen Erkrankungen zu erlernen. Die Methoden dafür sind die Erhebung der Anamnese für den entzündlichen Extremitäten- und Wirbelsäulenschmerz sowie der Einsatz von untersuchungstechnischen, bildgebenden und im geringen Ausmaß auch laborchemischer Verfahren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses sollen die wichtigsten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen erwähnt bekommen und zudem über die Wirkungsweise und Nebenwirkungen von entzündungshemmenden Medikamenten informiert werden. Da entzündlich-rheumatische Erkrankungen oft immun-mediiert sind und die Behandlung dieses entzündlichen Schmerzes durch die Suppression des Immunprozesses am besten gelingt, werden auch die Gruppen der in der Rheumatologie verwendeten Immunsuppressiva erwähnt.

J. Hermann
Klinische Abteilung für Rheumatologie und Immunologie
Universitätsklinik für Innere Medizin
Medizinische Universität Graz